
Gemüse, Obst & Co.
6 Min. Lesezeit
Tomaten (Solanum lycopersicum) lassen sich unter den richtigen Bedingungen gut im Topf anbauen. Wenn du weißt, welche Sorte die passende ist, die groß der Topf sein muss und wie du sie richtig pflegst, kannst du auf kleinem Raum zuverlässig Tomaten anbauen!


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Das brauchst du wirklich
ausreichend großer Topf oder Kübel (je nach Tomatentyp)
einen sonnigen Standort
Abflussloch + Drainage
Rankhilfe (bei Stabtomaten)
ausreichend Nährstoffe durch regelmäßige Düngung (ca. alle 2 Wochen)

Sorte auswählen: Welche Tomatenpflanze für den Topf?
Die mehr als tausend verschiedenen Tomatensorten variieren je nach Art in den Farben Rot und Gelb. Sie können groß- oder kleinfrüchtig sein, als Cocktail-, Eier-, Flaschen-, Fleisch,- Kirsch- oder Stabtomate gezogen werden. Es gibt ganz große Tomatenpflanzen für den Garten, die eine Höhe von 2 Metern erreichen, genauso wie kleine Buschtomaten, die bequem in einem Topf Platz finden. Kleinere Sorten sind aufgrund ihrer Größe gut geeignet für den Tomatenanbau auf dem Balkon. Besorge Jungpflanzen am besten im Gartencenter deines Vertrauens, dort kannst du die richtige Auswahl treffen.
Buschtomaten im Topf
kompakt wachsend
wenig Pflege
ideal für kleine Balkone
Mindestgröße des Topfes: 10 Liter, idealerweise 10-15 Liter
Stabtomaten im Topf
wachsen hoch und kontinuierlich
brauchen Rankhilfe und Pflege
liefern meist höheren Ertrag
brauchen viel Sonne
Mindestgröße des Topfes: 15 Liter, idealerweise 20-30 Liter
Tomaten sind Starkzehrer und müssen mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden.
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Die richtige Topfgröße für Tomaten
Ganz grob eignen sich Töpfe mit einem Fassungsvermögen von 10 Litern für Buchtomaten und eine Mindestgröße von 15 Litern für Stabtomaten. Zu große Töpfe können Wurzelprobleme wie Fäulnis verursachen.
Die Größe des Kübels oder Topfes hängt nicht nur von der Sorte ab, sondern auch vom Standort: stehen die Tomaten sehr sonnig, benötigen sie mehr Wasser. Ein kleinerer Topf muss dann tendenziell häufiger gegossen werden, weil dieser weniger Wasser speichern kann. Es ist wichtig, dass der Topf über Abflusslöcher verfügt, um Staunässe zu vermeiden.
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Erde und Drainage
Wenn du die passende Sorte und einen sonnigen aber regengeschützten Standort gefunden hast, kannst du deine Tomaten einpflanzen. Ein Platz unter einem Vordach oder in einem Gewächshaus zum Schutz vor direktem Regen und verringert das Risiko von Krautfäule. Auf dem Balkon oder der Terrasse eignet sich eine überdachte Hauswand als Standort besonders gut. Je sonniger und regengeschützter die Tomate steht, desto gesunder wächst sie und liefert aromatische Früchte.
Tomaten vorziehen (optional): Ab Februar/ März kannst du Tomaten aus Samen anziehen. Auf einer hellen Fensterbank bei 18-20°C wachsen die Samen schnell zu kleinen Pflänzchen heran.
Starte mit dem Befüllen des Gefäßes. Lege eine Tonscherbe oder Vlies auf das Loch im Boden des Gefäßes. Eine Schicht Blähton am Boden des Topfes hilft, Staunässe zu vermeiden. Dann folgt eine etwa 10 bis 15 cm hohe Schicht Erde. Die Erde für Tomaten sollte gut durchlässig und humos sein, um eine optimale Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Wir empfehlen die torffreie NeudoHum Tomaten- und GemüseErde.
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Wie viel Erde brauchst du?


Wähle die Form deines Pflanzengefäßes


Tomate Pflanzen und stützen
Ist der Topf vorbereitet, kannst du die Pflanzen einsetzen. Ist die Tomate bereits etwas größer, entferne die zwei bis vier unteren Blätter der Pflanze. Nun löst die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und setzt sie auf die Erde. Tomatenpflanzen sollten so tief gepflanzt werden, dass der Stängelgrund 5 bis 10 cm mit Substrat bedeckt ist. Bedecke ein großes Stück des Haupttriebes mit Erde. Denn Tomaten können am Trieb Wurzeln bilden und sich dadurch besser selbst versorgen. Achte darauf, dass die Pflanze deutlich aus dem Topf heraus ragt. Fülle so viel Erde in den Topf, dass sie ca. 2cm unter dem Rand endet.
Lasse bei noch sehr kleinen Jungpflanzen die unteren Blätter an dem Haupttrieb dran und pflanze sie so in den vorbereiteten Topf.
Entscheide, ob deine Tomaten eine Rankhilfe brauchen. Bei Buschtomaten ist dies in der Regel nicht nötig, Stabtomaten brauchen einen Spiralstab oder etwas vergleichbares.
Tomaten stützen
Die meisten Stabtomaten können 1,5 Meter hoch werden. Damit die Tomatenpflanzen nicht umknicken, brauchen sie einen Stab zur Stütze. Auch wichtig, wenn die Pflanzen auf dem Balkon im Wind stehen. Die Tomatenpflanze mitsamt ihren Früchten kann ganz schön schwer werden, binde daher den Hauptast der Tomatenpflanze vorsichtig an den Stab und leite die Pflanze in die Höhe. So hast du stabile Tomatensäulen.
Du kannst bei bei sehr großen Tomatenpflanzen den Hauptast an einer Schnur entlang leiten. Dazu schlingst du ein Schnurende um den Mitteltrieb und fixierst das Schnurrende in luftiger Höhe.
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Tomaten-Pflege: Gießen und Düngen
Direkt nach dem Pflanzen die Tomate gründlich gießen, bis das Wasser aus dem Topf herausläuft. Je größer die Tomate wird, umso mehr Wasser braucht sie. Tomaten im Topf benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders in den ersten Tagen nach der Pflanzung. Vermeide beim Gießen Staunässe um den Tomatenpflanzen nicht zu schaden.
Die Pflanzen bitte nicht von oben gießen, denn nasse Blätter sind anfällig für Pilzkrankheiten. Das Entfernen bodennaher Blätter kann außerdem helfen, das Risiko von Krautfäule zu verringern. Krautfäule wird durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht und kann hohe Ertragseinbußen zur Folge haben.
Für Erfolg bei der Ernte bedarf es nicht viel Arbeit - außer regelmäßiges Düngen. Azet DüngeSticks für Tomaten und Erdbeeren eignen sich für die Versorgung der Tomaten im Topf. Die Dünge Sticks können direkt bei der Pflanzung in die Erde gesteckt werden. Da Tomaten Starkzehrer sind und viele Nährstoffe benötigen, muss weiterhin regelmäßig gedüngt werden. Ein spezieller Tomatendünger ist notwendig, um die Pflanzen mit den erforderlichen Nährstoffen zu versorgen. Wir empfehlen den Azet TomatenDünger flüssig alle zwei Wochen.
Wenn deine Tomate schwach wächst oder helle Blätter hat, kann das ein Zeichen für Nährstoffmangel sein. Unsere kostenlose Neudorff-App hilft dir mit der Diagnose und erklärt, wie du deine Pflanze retten kannst!
Tomaten ausgeizen und ernten
Das Ausgeizen ist wichtig, damit die Tomatenpflanze ihre Kraft und Energie in die Ausbildung ihrer Früchte und nicht in die Blätter legt. Deine Tomate geizt du aus, indem du alle Triebe, die am Haupttrieb in den Blattachseln der Pflanze wachsen, herausbrichst. So entwickelt die Tomate nur einen Haupttrieb mit geraden Seitentrieben.
Tomaten sind reif, wenn sie eine kräftige Farbe haben und sich leicht vom Stiel knicken lassen. Ab Juli sind die ersten Früchte reif und du kannst bis zum Frostanfang reife Früchte ernten. Zum Saisonende erntest du dann auch die letzten grüne Früchte. Sie reifen im warmen Haus nach.
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Die 5 häufigsten Fehler bei Topftomaten
Auch wenn du keinen Garten hast, musst du nicht auf einen kleinen Gemüsegarten verzichten. Wenn du diese fünf häufigsten Fehler vermeidest, gelingt die Tomatenernte:
Topf zu klein
Unregelmäßiges gießen
Keine oder zu wenig Düngung
Falscher Standort (zu wenig Sonne)
Staunässe durch fehlende Drainage im Kübel
Mit den richtigen Tipps kannst du Tomaten auch im Topf pflanzen und im Sommer eigene Früchte genießen. Achte auf die richtige Sorte, die passende Pflege und den optimalen, sonnigen Standort auf Balkon, Terrasse oder Garten, dann steht reicher Ernte nichts mehr im Weg für viel Freude am leckeren Geschmack deiner eigenen Tomaten im Topf!
Wir wünschen viel Erfolg beim Anbau dieser Gemüsesorten!
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