
Giersch bekämpfen: Was hilft wirklich?
Unkraut, Grünbelag & Co.
8 Min. Lesezeit
Giersch bekämpfen ist nicht so einfach. Doch lässt man Giersch einfach wachsen, überwuchert das Unkraut über kurz oder lang deinen Garten. Wir zeigen dir in diesem Artikel verschiedene Methoden, wie du Giersch bekämpfen und vermeiden kannst.


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Darum ist Giersch schwer zu bekämpfen
Dass man auf den Giersch, botanisch Aegopodium podagraria, gut verzichten kann, liegt vor allem daran, dass er sich nach dem Motto „doppelt hält besser“ ausbreitet. Denn er will den Garten überwuchern, sowohl über die Wurzeln, als auch über die Samen. Diese keimen selbst nach Jahren noch.
Kurz und gut: Das Grauen trägt den Namen Giersch. Doch wer hartnäckiger bleibt als das fiese Unkraut, hat gute Chancen, es zu entfernen. Beginne früh mit dem jäten, entferne alle Wurzelteile, sowie Samen und nutze Finalsan Gierschfrei als Ergänzung.
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Wie kann ich Giersch bekämpfen?
Mit diesen 6 Tipps kannst du den Giersch im Garten bekämpfen:
1. Früh mit dem Jäten anfangen
Um Giersch zuverlässig zu bekämpfen, solltest du schon im Februar/März mit dem Jäten beginnen. Nutze dazu am besten eine Grabegabel und/oder einen Unkrautstecher. Hacke oder Spaten sind beim Giersch bekämpfen ungeeignet, da so die Wurzeln zerteilt werden und der Giersch sich dadurch sogar besser Ausbreiten kann. So jätest du am besten:
Boden lockern, sodass sich die Wurzelgeflechte leicht und möglichst ohne abzubrechen herausziehen lassen.
Unkraut mit Wurzeln möglichst im ganzen rausziehen
Die gejäteten Pflanzenteile über die Biotonne entsorgen. Auf keinen Fall auf den Kompost geben.
Dieses zeitige Eindämmen nimmt dem Wurzelunkraut seinen Wachstumsvorsprung und schlägt es im richtigen Moment zurück. Entferne auch junge Triebe vom Giersch sofort nach dem Sichtbarwerden, um die Verbreitung zu verhindern.
2. Blüten abschneiden, bevor sie Samen bilden
Selbst wenn die weißen Blüten gutes Futter für nützliche Insekten abgeben: Schneide sie ab, bevor sie Samen bilden. Die Samen vom Giersch sind ähnlich hartnäckig wie die Wurzeln und bleiben sehr lange keimfähig. Wem das schwerfällt, der lässt den Bienen und anderen Insekten zumindest ein paar der weißen Blütenstände übrig. Oder legt eine Blumenwiese an.
3. Stauden ausgraben, Giersch-Wurzeln entfernen
Sind Stauden mit dem Unkraut durchzogen, bleibt dir nichts anderes übrig als die Horste aus dem Boden zu nehmen und jedes Würzelchen herauszulesen, bevor du die Stauden-Lieblinge wieder einpflanzt. Den Giersch restlos entfernen – das ist das Ziel! Extra Tipp:
So verbindest du das Jäten mit dem Teilen der Stauden und kannst deine liebsten Pflanzen vermehren.
4. Mit schwarzer Folie das Licht aussperren
Freie Stellen im Garten kannst du mit schwarzer Folie abdecken, die kein Licht durchlässt. Ohne Licht überlebt keine Pflanze dauerhaft, selbst der Giersch nicht. Zugegeben, es dauert schon zwei Jahre, bis der Giersch darunter kapituliert. Das gilt nur für die Rhizome, die Samen können auch später noch aus ihrem Schlummer erwachen.
Rindenmulch, Kies oder ähnliches Material kaschiert die Folie, damit der Garten in der Zwischenzeit wenigstens ein bisschen schöner aussieht.
5. Immer wieder hacken
Hacken gehört nicht zu den Strategien, wenn du Giersch bekämpfen willst. Es kann aber helfen, die Oberfläche in regelmäßigen Abständen zu hacken. Werden die Blätter immer wieder entfernt, sollte das die Pflanzen mit der Zeit schwächen und aufgeben lassen. Eine Möglichkeit, die Ausbreitung einzudämmen.
6. Mähen gegen Giersch im Rasen
Im Rasen verschwindet der Giersch durch das ständige Mähen bald von allein. Wenn er Woche für Woche sein Laub verliert, sammelt er – wie beim Hacken – nicht genug Kraft, um sich weiter auszubreiten. Für diese Art der Bekämpfung musst du also nicht unbedingt mehr Aufwand in deinem Garten einbauen.


Giersch vorbeugen
Wenn du keinen Giersch im Garten hast, solltest du auf diese Dinge achten, um vorzubeugen:
Untersuche alle neuen Pflanzen vor dem Einsetzen genau, ob nicht irgendwo ein Stückchen Giersch-Wurzel daran zu finden ist. Gefährlich sind vor allem Geschenke aus anderen Gärten.
Schaue zum Nachbarn oder frage nach, ob sich das Wurzelunkraut dort bereits ausgebreitet hat. Falls ja, kann eine Wurzelsperre zur Grundstücksgrenze sinnvoll sein. Sie muss aus undurchlässigem Material bestehen. Grabe sie 80 Zentimeter tief senkrecht in den Boden ein. Anfliegende Samen hält sie nicht auf, aber die Wurzeln stoppt sie.


Warum Giersch ein echtes Problemunkraut ist
Giersch zieht alle Register. Das macht es schwer, ihn zu bekämpfen.
Seine Nachkommen streut er nicht nur über Samen in die Welt. Auch unterirdisch gibt er alles, um die Herrschaft über den Garten an sich zu reißen. Der Giersch entwickelt ein ausgedehntes Wurzelwerk und aus jedem noch so kleinen Wurzelteilchen bildet sich sofort eine neue Pflanze. Die Wurzeln brechen unfassbar leicht ab. Wenn man da nicht akkurat beim Entfernen vorgeht und die Wurzeln versehentlich teilt, führt das auf direktem Weg zu einer geschlossenen Giersch-Decke.
Giersch wächst quasi überall
Zwar sind dem Giersch schattige Flächen, etwa unter Gehölzen, mit frischem, stickstoffreichem Boden am liebsten. Das heißt nicht, dass er sich darauf beschränkt. Und so durchzieht er auch besonnte Plätze, ist unter Hecken zu finden und in dicht bepflanzten Staudenrabatten.
Extra-nervig beim Bekämpfen: Giersch wächst selbst direkt in den Staudenhorsten und im Rasen. Um Gartengrenzen schert er sich nicht. Ein Zaun ist für Giersch kein Hindernis.
Mit diesen Eigenschaften gewinnt der Giersch mühelos den Titel „Das hartnäckigste Unkraut“.
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Giersch erkennen
Giersch hat grüne Blätter und weiße Blüten. Mit diesen weiteren Merkmalen kannst du ihn sicher identifizieren.
Dreigeteilte Blätter
Schon früh im Jahr schlüpfen die ersten Triebe aus dem Boden. Man erkennt sie gut an den dreiteiligen, anfangs noch glänzenden Blättern, die jeweils zu dritt an einem dreikantigen Stängel sitzen. Je nach Standort wird dieser Blätter-Teppich zehn (an sonnigen Stellen) bis 40 Zentimeter und mehr (im Schatten) hoch.
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Weiße Blüten und sichelförmige Früchte
In seiner Blütezeit ab Mai oder Juni öffnen sich die weißen, doppelten Blütendolden an bis zu einem Meter langen, gefurchten Stängeln. Ab August erscheinen die Samen tragenden Früchte, die Kümmel zum Verwechseln ähnlich sehen.
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Helle Wurzeln und angenehmer Geruch
Wer jetzt immer noch unsicher ist, ob er Giersch vor sich hat, sollte an der Pflanze schnuppern und versuchen, eine aus dem zuvor gelockerten Boden zu ziehen. Riecht es nach Möhre und Petersilie und kommen beim Ziehen weitreichende Wurzelschnüre mit, ist der Fall sonnenklar: Giersch-Alarm!
Sollte es doch kein Giersch in deinem Garten sein, schau mal hier: Top 10 der häufigsten Unkräuter Und unter Unkraut bekämpfen bekommt gibt's mehr Infos, wie du Unkäuter effektiv bekämpfen kannst.
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Welches Mittel wirkt gegen Giersch?
Mit Finalsan AF GierschFrei135 gibt es ein glyphosatfreies, nicht bienengefährliches Unkrautbekämpfungsmittel, mit dem du Wurzelunkräuter wie Giersch und Ackerschachtelhalm wurzeltief bekämpfen kannst.
Wirkt über die Blätter und an den Wurzeln
Das Präparat setzt dabei auf zwei Wirksysteme. Eine Fettsäure, wie sie auch in der Natur vorkommt und oberirdisch ansetzt, und ein Wachstumsregulator, der in den Wurzeln wirkt, bekämpfen die unerwünschten Pflanzen schnell und wochenlang. Selbst bei kühlerem Wetter, ab 10 Grad Celsius, weshalb du es schon im Frühjahr und bis in den Spätherbst einsetzen kannst.
Mit Finalsan AF GierschFrei135 lässt sich Giersch gut bekämpfen. Einfach auf die grünen Pflanzenteile sprühen.



FINALSAN AF GIERSCHFREI ANWENDEN
So kannst du Giersch im Garten Schritt für Schritt für Schritt bekämpfen:
Warte mit der Verwendung, bis der Giersch-Teppich zehn Zentimeter hoch ist. Nur dann nehmen die Pflanzen über die Blätter genug von den Wirkstoffen auf.
Besprühe alle Blätter und Triebe rundum und tropfnass mit dem Mittel. Wiederhole, sobald die Restpflanzen wieder zehn Zentimeter hoch sind, dann ist der Giersch in der Regel weitgehend verschwunden.
Gut zu wissen: Holzige Pflanzenteile nehmen die Wirkstoffe nicht auf. Finalsan AF Gierschfrei kann also problemlos unter Obstbäumen oder Hecken verwendet werden. Sobald der Belag auf den Blättern angetrocknet ist, dürfen Haustiere die Fläche wieder betreten.
Die Finalsan-Produkte wirken auf alle Pflanzen. Sie unterscheiden nicht zwischen Stauden und Unkraut. Im Staudenbeet empfiehlt es sich daher, mit einem Spritzschirm zu arbeiten, um die Kulturpflanzen zu schützen.
Finalsan AF GierschFreikannst du direkt spritzen, Finalsan GierschFreiwird in Wasser verdünnt und mit einer Spritze ausgebracht. Bereits nach wenigen Stunden trocknen die Blätter ein.


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