Rosen schneiden

Wie du deine Rosen richtig zurückschneidest

Blumen, Stauden & Co.

  • 3 Min. Lesezeit

  • von Neudorff

Je nach Rosenart fällt der Rückschnitt von Rosen unterschiedlich aus. Trotzdem gibt es bei allen Rosenarten ähnline Regeln. Damit du beim Rosenschnitt nichts falsch machst, zeigen wir dir Schritt für Schritt das richtige Vorgehen.

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Rosen schneiden: Wichtige Tipps

  • Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr von Mitte März bis Mitte April.

  • Das Schnittwerkzeug sollte sauber und scharf sein, um Krankheiten an Rosen zu vermeiden.

  • Totes oder Krankes Holz unbedingt entfernen.

  • Setze die Schere immer ungefähr 5mm über einem Auge an und schneide die Rose schräg ab.

  • Dünge deine Rose nach dem Rückschnitt mit einem speziellen Rosendünger.

Wann sollte ich Rosen schneiden?

Im Frühjahr erfolgt der Hauptschnitt für Rosen, zwischen Mitte März und Mitte April. Wenn du dir unsicher bist, wann genau der perfekte Zeitpunkt ist, deine Rosen zu schneiden kannst du dich an Forsythien orientieren: Wenn der Gelbe Gartenstrauch blüht und es gerade frostfrei ist, greifst du zur Schere.

Ein Rückschnitt im Herbst wird nicht empfohlen. Die Rose kann die Schnitte vor dem Winter nicht mehr schließen und der Frost würde der Pflanze schaden. Du kannst aber lange, beschädigte oder trockene Triebe kürzen, sobald deine Rose verblüht ist, vor dem Herbst.

Schritt für Schritt

Rosen richtig zurückschneiden

Jede Rosenart benötigt eine andere Art von Rückschnitt, wir zeigen dir das wichtigste zu drei Arten.

Rückschnitt Beet und Edelrosen oder Kletterrosen:

  • Beet und Edelrosen: Kräftig zurückschneiden, auf ungefähr 20cm über dem Boden. Dabei am besten knapp über einer nach außen zeigenden Knospe abschneiden. Ist deine Rose älter, kannst du auch einzelne sehr kräftige oder alte Triebe knapp über dem Boden abschneiden und die Bildung neuer Triebe so anregen.

  • Kletterrosen: Kletterrosen werden um maximal ein Drittel ihrer Höhe eingekürzt. Am besten kürzt du die Seitentriebe so, dass noch 3-5 Knospen stehenbleiben. Schneide auch hier immer knapp über einer nach außen gerichteten Knospe.

Grundsätzlich gilt für jede Rosensorte:

Achte auf die richtige Schnittführung: Schneide ungefähr 5mm über einem Auge ab. Als Auge bezeichnet man kleine, schlafende Knospen an den Trieben der Rose. Aus einem Auge entsteht später ein neuer Trieb. Auch tote oder kranke Triebe sollten grundsätzlich abgeschnitten werden. Setze die Schere zudem schräg an, damit Regenwasser schnell ablaufen kann und sich keine Feuchtigkeit in der Wundfläche sammelt und Pilzkrankheiten vorgebeugt wird.

Eine Hand zeigt auf ein schlafendes Auge an einem Rosentrieb

Rückschnitt einer Strauchrose

Strauchrosen werden weniger stark geschnitten als Beetrosen. Starten kannst du mit einem Schnitt, der deiner Rose ein bisschen mehr Luft gibt. Zier dich nicht, auch ein bisschen mehr von der Strauchrose abzuschneiden: Bei einer Strauchrose kann ruhig mal ein ganzer, älterer Trieb aus der Mitte geschnitten werden. Setze die Schere dabei so bodennah an wie möglich, um den gesamten Trieb abzuschneiden.

Im zweiten Schritt kannst du dann die Triebe entfernen, die nach innen wachsen. Auch Triebe einer Strauchrose, die sich berühren bzw. über Kreuz wachsen, sollten gekürzt werden. Hier besteht die Gefahr, dass die Triebe sich gegenseitig verletzen.

Als letztes kannst du einen Formschnitt machen: Schneide deine Strauchrose so, wie sie im Sommer wachsen soll. Entferne sehr lange Triebe oder solche, die sich weit nach außen biegen.

Nach dem Schnitt sollten die Klingen des Schnittwerkzeugs gereinigt werden.

Eine Strauchrose wird bodennah abgeschnitten.

Drei Tipps für den Rosenschnitt

Im Video zeigt Annette, wie man eine Strauchrose richtig zurückschneiden und welche Tipps sie hat.

Sommerschnitt bei Rosen?

Wenn du deine Rose im Frühjahr richtig zurückgeschnitten hast, sollte sie im Sommer schön in Form sein. Verblühte Blüten sollten aber regelmäßig entfernt werden. Ein Sommerschnitt dient vor allem dazu, dass sich neue Knospen und damit neue Blüten bilden. Du kannst nach der Juniblüte das Verblühte entfernen und so die neue Blütenbildung anregen:

  1. Schneide verwelktes ab, indem du den Trieb ein stück einkürzt. Setze den Schnitt knapp über einem kräftigen Blatt mit fünf Blättchen, das idealerweise nach außen zeigt.

  2. Schneide kranke oder abgestorbene Triebe heraus.

Schneide im Sommer nicht zu stark zurück, es geht nur um das anregen neuer Blüten und Vitalität.

Rosen pflegen nach dem Rückschnitt

Generell solltest du deine Rosen zwei Mal im Jahr mit einem Dünger versorgen, am besten mit einem speziellen Rosendünger, wie dem Azet RosenDünger von Neudorff. Dieser ist auf die Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt und versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen. Der erste Düngungstermin ist Mitte März: Dünge direkt nach dem Rückschnitt im Frühjahr, so hat sie genug Kraft für den Neuaustrieb.

Nach dem Düngen wässerst du deine Rose am besten einmal durchdringend, damit die Nährstoffe direkt an die Wurzeln gelangen. Gieße dabei auf keinen Fall über das Laub.

Die zweite Düngung erfolgt im Juni nach der Hauptblüte.

Saubere Schnitte mit einer scharfen Schere heilen beim Frühjahrsschnitt von selbst. Schnitte an sehr dicken Ästen kannst du optional mit einem Wundverschluss verschließen, um keine Pilzkrankheiten zu riskieren.

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Fazit: Rosen schneiden leicht gemacht

Gönne deinen Rosen auf jeden Fall einen Frühjahrsschnitt, denn so können sie gesund und kräftig wachsen und schöne Blüten bilden. Informiere dich vor dem Rückschnitt über die richtige Technik für deine Rose, aber grundsätzlich kannst du folgendes beachten:

  • Schneide immer oberhalb eines Auges schräg ab, um Blütenbildung anzuregen und zu verhindern, dass Wasser in die Wunde gelangt.

  • Ein glatter, schräger Schnitt verhindert Quetschungen.

  • Tote oder kranke Triebe sollten abgeschnitten werden.

  • Dünge die Rose zweimal im Jahr, um sie mit Nährstoffen zu versorgen.

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